Wittmann informiert | Stellungnahme zur „Altkleider-Lüge“
Schaden oder nutzen die gebrauchten Kleidungsstücke in Afrika? Ist das Recycling von gebrauchten Textilien sinnvoll? WITTMANN informiert über die „Altkleider-Lüge“(PDF, 364 KB)
Sehr geehrte Damen und Herren,
regelmäßig tauchen in der Öffentlichkeit und in den Medien negative Berichte unter der Überschrift „Die Altkleider-Lüge“ auf. Hier wird u.a. behauptet, daß die gebrauchten Kleidungsstücke in Afrika die dortige Textilindustrie zerstört hätten.
Zu diesem Thema nehmen wir Stellung wie folgt:
1. Seit mehr als 15 Jahren gibt es dieses Thema. Damals war es eine Studie des Institutes „Südwind“, welches die Thesen von der afrikanischen Textilindustrie erstmals veröffentlichte. Allerdings war diese Studie ein „Rohrkrepierer“, denn die deutschen Verfasser der Studie hatten nicht einmal vor Ort recherchiert.
2. Eine weitere Studie eines Schweizer Institutes, sowie die Studie aus dem Jahr 2005 des Verbandes „Fairwertung“ kamen zum gegenteiligen Fazit, das auch heute noch gilt:
· Der Import von Gebrauchtkleidung in Afrika ist wichtig und nötig: es wird ein großer Teil der afrikanischen Bevölkerung mit guten gebrauchten Textilien zu günstigen Preisen versorgt.
· Sinnvolles Textilrecycling schafft hunderttausende Arbeitsplätze – gerade für Frauen, die sonst kein Einkommen hätten.
· Durch den Import, die Aufbereitung und den Verkauf der Gebrauchtkleidung gibt es hunderttausende Arbeitsplätze in Afrika! Das ist ein Vielfaches der Arbeitsplätze, die es in einer Textilindustrie jemals in Afrika gegeben hat und geben wird.
Obwohl allen seriösen Beteiligten diese Tatsachen seit langem bekannt sind, wird das Textilrecycling immer wieder negativ dargestellt, zumeist mit folgenden Thesen:
· „Millionen werden verdient mit gebrauchter Kleidung, insbesondere wird vorgegaukelt, daß die Erlöse sozialen Zwecken zugute kommen, was nicht stimmt“
· „Unseriöse Händler stellen überall und ohne Genehmigung Container auf“
· „Mangelnde Transparenz über die Verwertungswege“
Diese Vorwürfe sind leider zum Teil berechtigt, denn es gibt in der Alttextilbranche tatsächlich viele schwarze Schafe, die sich rücksichtslos auf dem Markt betätigen. Auch große, bekannte deutsche Firmen stellen Altkleidercontainer „schwarz auf“, also ohne Genehmigung durch den Grundstückseigentümer.
WITTMANN betreibt seit 45 Jahren Textilrecycling – sinnvoll, ökologisch und fair. Und ist seit 15 Jahren zertifiziert als Entsorgungsfachbetrieb.
· Der größte Teil der Erlöse kommt den caritativen Organisationen / Kommunen als Wittmann-Vertragspartner zugute.
· Wir arbeiten seit 45 Jahren transparent und sind fair zu unseren Vertragspartnern.
· Wir sind seit 45 Jahren Vertragspartner der großen, bekannten und seriösen Organisationen, wie Kolpingwerk, Bayerisches Rotes Kreuz und sonst. kirchlichen und sozialen Verbänden und Vereinen.
· Alle Altkleidercontainer haben Genehmigungen und werden größtenteils in Zusammenarbeit mit den Kommunen und/oder caritativen Organisationen betrieben.
· Auf allen Altkleidercontainern steht deutlich unser Firmenname und der Name, sowie das Emblem des Vertragspartners.
· Die Straßensammlungen der caritativen Organisationen sind ein sinnvoller Bestandteil des Textilrecyclings.
· Sinnvolles Textilrecycling kostet die Bevölkerung nichts und bringt Erlöse für caritative Organisationen und die Allgemeinheit.
Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung. Interessantes übers Textilrecycling erfahren Sie auch über den Bundesverband Sekundärrohstoffe und Recycling unter www.bvse.de
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